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Donnerstag, 19 10, 2017

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Bürgerbusverein Erkrath

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Ereignisse, Episoden und Dönekes in, aus und um den Bürgerbus

SP Accordion Dönekes

Böser Blick - Ungläubiges Staunen

An der Haltestelle Bongardstraße steigen Fahrgäste ein. Die PKWs hinter mir fahren langsam am Bus vorbei. Dann setze ich den Blinker nach links, um loszufahren. Ein großer SUV versucht, noch zu überholen. Nun stehen wir nebeneinander und ein böser Blick trifft mich. Wir öffnen die Seitenfenster und ich frage den Fahrer, ob er nicht wisse, dass an einer Haltestelle ein Bus nicht mehr überholt werden darf, wenn der Busfahrer das linke Blinkzeichen gesetzt hat. Die Antwort des SUV-Fahrers: "Das ist doch kein Bus". Darauf antworte ich ihm: „Sie haben Recht, das ist ein Cabriolet“. Mit weit geöffnetem Mund schaut er mich nun an und sagt nichts mehr. Ich kann problemlos weiterfahren.

Wolfgang Peter

Über den Umgang mit pubertierenden Türen

Kaum ist unser Bus 4 Jahre alt geworden und damit, aufs Autoleben bezogen, in die Pubertät gekommen, macht er vermehrt das, was Eltern mit Jugendlichen auch oft erleben: er zickt! Dieses Zicken trifft uns an einer empfindlichen Stelle: der Tür. Ohne Tür kein Ein- und Ausstieg der Fahrgäste, ohne Fahrgäste kein Umsatz, ohne Umsatz kein BB-Betrieb!

Also musste ein Facharzt her, weil unser Hausarzt (unsere Stammwerkstatt) nur mit den Schultern zuckte. Gesagt – gesucht – gefunden: eine Bus-Fachwerkstatt in Essen. Das bedeutete zwar auch Bus-Ersatzverkehr, aber dieses Problem halfen uns unsere Kettwiger Kollegen leicht zu lösen.

Der Abschlussbericht der Werkstatt besagte: Türen neu eingestellt, Sensoren neu sensibilisiert, Probefahrt auf Rüttelstrecke, zigfaches Öffnen und Schließen – alles in Ordnung.

Am nächsten Tag wies mich Kollegin Sabine bei der Ablösung schon darauf hin, dass die Tür wohl immer noch nicht so recht in Ordnung ist, wie es sein sollte. Daraufhin habe ich bei meiner ersten A/B-Runde die Tür (bzw. ihren Schalter) besonders liebevoll gedrückt. – Nach 60 Minuten - alles wunderbar!

In der zweiten A-Runde an der HS Taubenstraße verweigerten Schalter und Tür jedoch jegliche Zusammenarbeit. Ich musste alle Fahrgäste mithilfe der Nothebel (rechts und links von der Tür) in die Freiheit entlassen. Zufällig hatte ich auch keinen Gast für Kalkum oder weiter. Ich habe daraufhin an der HS Taubenstraße mindestens 5 mal versucht, den Schließmechanismus wieder zu versöhnen – ohne Erfolg. Da ich die Tür nicht mehr fest verschließen konnte (ich konnte sie nur zudrücken und dann „schlabberte“ sie aber immer noch und arretierte nicht), musste ich den FG, der doch noch dazu kam und nach Kalkum-Ost wollte, wieder hinauskomplimentieren. Ich habe dann die BRunde für gestorben erklärt und bin mit offener Tür wie ein Paketdienst zu unserer Werkstatt gefahren. Dort hat man alle Sicherungen überprüft und für i.O. befunden.

Von dort habe ich nun meinen Chef angerufen, in der Hoffnung, er sei mit dem Kettwiger Bus noch unterwegs und könnte spornstreichs zurückkommen. Leider war der Leihbus aber schon abgegeben.

Schließlich bin ich vom Hof gefahren, habe in der Schubertstraße nochmals gehalten, den Motor ausgemacht und nach 10 Sekunden wieder gestartet. Und, oh Wunder! Die Türen nahmen ihren Dienst wieder auf als ob nichts gewesen wäre und auch das Kontrolllämpchen am Schalter leuchtete mich geradezu hämisch an.

Die dritte und vierte A/B-Runde verliefen ohne Problem, allerdings vielleicht nur durch meine Sonderbehandlung, die ich Dietrich als meiner Ablösung sofort und auch Euch jetzt verrate:

  • den Schalter geradezu dezent drücken und festhalten,
  • die Augen schließen und beten,
  • bei Türgeräuschen mit einem Auge blinzeln,
  • wenn sich beide Flügel bewegen den Schalter loslassen.
  • Vor der Abfahrt die gleiche Prozedur.
  • Wenn sich gar nichts rührt (rotes Schalterlämpchen ist aus), Motor aus, Schlüssel abziehen,
  • bis 17 zählen, aber leise (sonst hält man uns für bekloppt), starten...

Die mittlerweile zu Rate gezogenen Fachleute bestätigen, dass man den Schalter nicht nur kurz antippen darf, weil die Stellmotoren nicht parallel, sondern nacheinander geschaltet sind. Und wenn sich per Impuls nur ein Flügel öffnen will, kommt die empfindliche Elektronik wohl ins Schleudern.

Bei der Reparatur in Essen hat man ja auch die Sensoreinstellung geändert in der Absicht, dass die Türen fester schließen. Das hat allerdings, wie heute festgestellt, den unangenehmen Nebeneffekt, dass der linke Flügel beim Öffnen an den Spiegel schlägt. Vielleicht können unsere technisch versierten Fahrer da so eine Art Puffer anbringen. Ich habe mir so geholfen, dass ich den Spiegel eine Raste zurück geschoben habe. Dadurch konnte ich das Spiegelglas motorisch allerdings gerade nur noch so weit drehen, dass von meiner Sitzposition die rechte Wagenseite noch so eben zu sehen war. Größere oder kleinere Fahrerinnen und Fahrer müssen sich dann etwas ausdenken. Vielleicht hilft hier eine Sitzerhöhung oder Absenkung des Sitzes.

Mittlerweile sind zwei Wochen vergangen, ohne erneut mit offener Tür fahren zu müssen. Schließlich fahren wir Männer ja auch nicht mit offener Hose...

13.10.2014, Rudi Birkenstock

Das gibt’s doch gar nicht

In unserer Buszeitung, dem Kleeblatt, werfen viele Freunde unseres Bürgerbusses zuerst einen Blick auf die untere rechte Ecke. Dort findet sich stets ein (mehr oder weniger lustiger) Witz. Hier ist der, um den es heute gehen soll, noch einmal:

Das Letzte:

Ein zugezogener Ostfriese bewirbt sich beim Bürgerbus als Fahrer. Nachdem er alle Unterlagen beigebracht hat und diese geprüft wurden, wird der Mann als neuer Bürgerbusfahrer eingestellt. Schon am nächsten Tag verunglückt er. Eine Untersuchung des Unfalls führt zu der Frage: "Wieso konnten Sie auf der vollkommen geraden Bahnstraße in die Bäckerei fahren?" "Das weiß ich auch nicht. Als es passierte, war ich gerade hinten beim Kassieren..."

Am Tag nach dem Erscheinen des Kleeblatts sagen mir manche Fahrgäste, dass sie wieder herzlich über den Witz gelacht haben. In meiner letzten Runde steigt Frau B. ein. Auf meine Frage, ob sie das neue Kleeblatt schon bekommen habe, meinte sie: „Ja, und ich habe es gründlich gelesen. Aber ...“

Ich frage zurück, was denn das „aber“ bedeutet. Darauf sagt sie ganz ernsthaft: „Davon habe ich ja gar nichts mitgekriegt, dass sie mit dem Bus bei Terbuyken in die Scheibe gefahren sind. Wie haben sie das denn hingekriegt?“

Diese Frage löste bei den Fahrgästen einen noch größeren Lacherfolg aus, als der Witz im Kleeblatt.

(Rudi Birkenstock, 30.04.14)

Deine Vergangenheit holt Dich ein!

Eine Frau und ihr etwa 9-jähriger Sohn steigen ein und nehmen Platz. Der Junge spricht mich an:
"Herr Birkenstock, waren sie mal Lehrer? (Das muss die Mutter ihm verraten haben)

"Ja, das war ich."

"Kennen sie Dennis S.? Das ist mein Bruder."

Das Gehirn sucht alle Windungen ab – ohne Befund.

"Ja weißt Du, ich habe bestimmt so 1000 Schüler gehabt, da sind viele Namen einfach weg. Tut mir leid!"

Mama flüstert etwas in sein Ohr.

"Der war auch immer ganz lieb!"

Das ist die Lösung:

"Ja, siehst Du, wenn er ein schlimmer Kerl gewesen wäre, dann wüsste ich seinen Namen bestimmt noch! Aber grüß ihn trotzdem von mir!"

"Das mach ich auch."

(Rudi Birkenstock, 10.10.12)

Hochzeitstagsrundfahrt mit dem Bürgerbus

Besondere Fahrgäste gab es bei der 8. Runde am Mittwoch, den 26.09.2012. Das Ehepaar Kristall aus Erkrath feierte sein 53. Hochzeitstag.

Da Rudi Kristall aufgrund seines Alters auf den Rollator angewiesen ist und damit bei der Nutzung von anderen Transportmitteln sehr eingeschränkt ist, entschloss sich die Familie, zum Hochzeitstag eine „Sightseeing-Tour“ durch Alt-Erkrath mit dem Bürgerbus zu unternehmen. Vor dem Domizil des Jubilars, dem Haus Bavier, traf sich das Hochzeitspaar mit Tochter und Schwager und nahm im Bus Platz.

Zum Hochzeitstag gab es noch einen kleinen Blumenstrauß vom Fahrer des Bürgerbusses, den Frau Kristall äußerst überrascht und freudig entgegennahm. Alle waren sehr erstaunt, wie gut die „stille Post“ beim Bürgerbus klappt.

Für Rudi Kristall war es seit längerer Zeit wieder einmal die Gelegenheit, die Veränderungen in Erkrath zu sehen und sich zu erinnern. Es gab viele Anekdötchen und auch viel zu lachen.

(Jürgen Hampel, 29.09.2012)

Trinkgeld

Kurz nach Aufnahme des Betrieb Anfang September kommt ein Anruf vom Bürgerbus: "Ich habe gerade 50 Cent Trinkgeld bekommen. Was soll ich damit machen?"

Ein Umstand, der für alle Fahrer und den Vorstand überraschend kam und für den beim nächsten Fahrertreff erst eine Regelung gefunden werden musste.

In der Zwischenzeit ist das schon nichts Außergewöhnliches mehr. Wir danken allen Fahrgästen, die mit einem kleinen Obolus unsere Vereinskasse anreichern.

Jürgen Hampel, September 2010

Geburtstagsüberraschung

Am Nikolaustag (6.12.) war ich zur 2.Schicht eingeteilt. An der Haltestelle Bahnstraße (Richtung Rathelbeck) gab es eine schöne Überraschung. Ich öffnete die Tür und unser Mitglied Detlef Ehlert, der zu unserem Fahrerteam gehört, rief mir zu: "Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag." Fast im gleichen Moment stimmte eine Gruppe Jungen und Mädchen von der Grundschule Falkenstraße das Lied "Happy birthday" an. Die Kinder waren mit ihrer Lehrerin, Frau Bartz, und Herrn Ehlert als Begleiter mit der S-Bahn von Düsseldorf gekommen und wollten die Schlüterstraße überqueren. Ich war sehr berührt als ich diese schönen Stimmen hörte. Aber das war noch nicht alles, es folgte ein weiteres Geburtstagslied. Ich hätte am liebsten den Kindern die kleinen Schoko-Nikoläuse, die an diesem Tag für die Fahrgäste vorgesehen waren, geschenkt. Leider reichten sie nicht aus und so musste es bei einem herzlichen Dankeschön bleiben. Für mich war dieses Erlebnis ein unvergessliches Geburtstagsgeschenk.

Wolfgang Peter, 12.12,2010

Trinkgeld der anderen Form

Manchmal fragt man sich: Sehen unsere Fahrer etwa verhungert aus? Sieht man Ihnen vielleicht an, dass sie eventuell ein „Süßmaul“ sind? Gibt es vielleicht Gerüchte, dass sie zu Hause zu kurz gehalten werden und auf viele leckere Sachen verzichten müssen?

Manchmal könnte man es wirklich annehmen. Aber nichts dergleichen: Es ist alles nur besonders nett gemeint und es gibt gar nicht selten ein Trinkgeld in anderer Form: Dazu gehört selbst gemachte Marmelade (soll sehr lecker gewesen sein!), eine Schachtel "Merci" oder einfach auch ein Beutel mit Nüssen aus dem eigenen Garten.

Herzlichen Dank! Wir freuen uns vor allen Dingen über die Anerkennung, die damit verbunden ist, und auch die kleinen Aufmerksamkeiten, die wir alle gern annehmen.

Jürgen Hampel, Dezember 2010

"Hoher" Besuch

Am Samstag, 29.01.2010, kam der ehemalige Ministerpräsident von NRW und ehemalige Bundesfinanzminister, Peer Steinbrück, um 10:13 Uhr mit der Regio-Bahn von Düsseldorf in Erkrath-Nord an und fuhr mit dem Bürgerbus eine halbe Runde durch Erkrath.

Während der Fahrt ließ er sich über den Ablauf des Projektes Bürgerbus bis zur Betriebsaufnahme am 30.08.2010, die Probleme und die Hindernisse informieren.

Zum Abschluss wurde im Café "Kaiser" die weitere Entwicklung, Fahrgastzahlen, Kosten und künftige Planungen dargestellt.

Jürgen Hampel, Dezember 2010